Wendelinuskapelle

Wendelinusfest St. WendelinWendelinusbrunnen Klostergarten

Außerhalb der Altstadt von Dieburg stand bereits im Jahre 1514 eine Flurkapelle. Diese war dem Heiligen Theobald geweiht. Dieses Theobaldshäuschen gab dem Stadtgebiet seinen Namen. Unweit dieser Stelle gab es auch die Theobaldstadtpforte. Zudem floss hier der Theobaldsgraben. Noch heute erinnert die Theobaldsstraße an dieses Stadtgebiet.

In späteren Jahren wurde diese Flurkapelle umbenannt in das Wendelinushäuschen. Dokumente aus dem Jahre 1903 bezeugen, dass die Kapelle durch Windbruch eines der sie umgebenen mächtigen Linden baufällig wurde. Die Stadt Dieburg genehmigte einen Neubau an dem jetzigen Standort, angrenzend am Kapuzinerklostergarten und unweit des bisherigen Standortes. Diese von Sühnegeldern und Stiftungen finanziert neue Wendelinuskapelle wurde bereits 1904 eingeweiht. Aus politischen Gründen wurde die Kapelle im Jahre 1950 von der Stadt Dieburg an die Pfarrei St. Peter und Paul übergeben.

In der Mitte der 1970 Jahre erkannten Wanderer des Odenwaldklubs Dieburg das die Wendelinuskapelle sanierungsbedürftig wurde. Es wurde eine Initiative St. Wendelin gegründet mit dem Ziel diese Kapelle zu erhalten. Mittels Straßenfeste zu Gunsten der Renovierung der Kapelle wurden die finanziellen Mittel erwirtschaftet. Die Initiative zur Restaurierung fand bei der Bevölkerung großen Anklang. Sie bewegte viele Bürger zu Spenden und fand unterstützende Handwerksbetriebe.
Der Odenwaldklub Dieburg feiert jährlich im Monat Mai ein Fest, auf dem nahegelegenen Parkplatz und dem gesperrten Straßenabschnitt Minnefeld, das dem Erhalt der Wendelinuskapelle dienen soll.

Heute ziert ein goldenes Zwiebeltürmchen die kleine Kapelle, die dem Heiligen Wendelin geweiht ist. St. Wendelin ist der Schutzpatron der Bauern, Hirten und ihrem Vieh.

Textquelle: Wir bedanken uns beim Heimatsverein Dieburg e.V. für die Informationen aus dem Jahrbuch 2004.

Siehe auch den Beitrag: „Unfallschäden an der Wendelinuskapelle behoben“ von 2009.